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Goethe feiert seinen 275. Geburtstag. Würde er feiern, wenn es ihn denn gegeben hätte. Nein, er ist nichts als eine Luftnummer. Ein Trugbild, auf die Welt gebracht von einer verschworenen Frauengemeinschaft im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Frauen stacheln sich gegenseitig mit all ihren miesen Männererlebnissen an und schnüren sie zusammen zu einem Prügelknaben, dem sie den Namen Goethe mit auf den Weg geben.

Ein zunächst von gigantischem Erfolg gekröntes Unterfangen, das aber auf lange Frist natürlich nicht gut gehen kann ...

Heinrich Heine ist in Paris aufs Krankenlager geworfen, das er nicht mehr lebend verlassen wird. Aber zunächst schlägt er sich mit seinem Cousin Carl herum. Dieser will jetzt – nach dem Tod seines Vaters Salomon – Heine nur dann weiterhin finanziell unterstützen, wenn er kein Wort über den Verstorbenen publiziert. Zähneknirschend willigt Heine ein. Trotzdem aber erscheint eine Leseprobe aus der Salomon-Biografie, die er gerade in der Mache hatte.

Heine ist völlig konsterniert: Er hat die Veröffentlichung nicht in die Wege geleitet, definitiv nicht ! Wer aber dann ? Eine seiner neuesten Angebeteten, seine genervte Ehefrau, seine übereifrigen Schreiber ? Oder am Ende sogar Carls verbitterte Frau im fernen Hamburg?

Eine Intrige jedenfalls mit Todesfolge!

Oder: Wenn Literatur sich im Spinnennetz verhakt …

Elin, eine Germanistikstudentin unserer Tage, will nicht glauben, dass Kurt Tucholsky, der große Autor, Publizist und Nazi-Gegner, schlicht einer Überdosis Schlafmittel zum Opfer gefallen ist. Sie sucht nach Spuren im schwedischen Hindås bei Göteborg, wo Tucholsky ab 1930 ein kleines Holzhaus bewohnte. Er kehrte von dort aus nie wieder nach Deutschland zurück, nicht zuletzt weil er sich vor den Nazis fürchtete, die sein Leben bedrohten.

Auch im verschlafenen Hindås hat es einen militanten Faschisten gegeben – war er der verlängerte Arm deutscher Nationalsozialisten?

November 1811, Kleiner Wannsee. Heinrich von Kleist erschießt, wie verabredet, erst seine Todesgefährtin Henriette Vogel und dann sich selbst. Der Doppel-Selbstmord wird offiziell bestätigt, alle Zweifel restlos beseitigt. Aber: Der Fall Kleist muss neu aufgerollt werden! denn Henriettes Ehemann will eine weitere Tatwaffe gefunden haben. Ihr Besitzer soll absurderweise ein gewisser Michael Kohlhaas sein, bekanntlich eine der berühmtesten Figuren aus Kleists Erzählungen.

Er wollte ins Jenseits wechseln. Aber: Alles nicht so einfach !

Und was haben die Toten mit der Verskunst Hölderlins zu schaffen? Jenes Dichters, der sein Dasein am Rande des Wahnsinns in einem Turmzimmer fristet und traumschöne Poesie verfasst – und inhaltsleere Briefe an die Mutter.

Die literarischen Annäherungen Ulrich Lands an Hölderlin können Sie hier verfolgen.

Ein Familiendrama. Zwischen deutschen Landen und Finnland. – Ein gewisser Felix, Spross aus reichem Fabrikantenhaus, zieht sich in ein einsames finnisches Blockhaus zurück, muss dort aber feststellen, dass er als Entführer seines Großonkels verdächtigt und via Interpol gesucht wird. Alles Unsinn, da ist er sich vollkommen sicher – bis plötzlich besagter Großonkel vor ihm auf der Schwelle der abgelegenen Hütte steht...
Das Drama nimmt seinen Lauf.

Erleben Sie die Entstehung des Krimis im Blog


Der KaMeRu-Verlag in Zürich hat folgende Bücher von Ulrich Land veröffentlicht